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Raphaela und Sabrina in LAOS

LAOS - neues Land, neue Eindrücke

Nachdem wir in Chiang Mai ausgecheckt hatten brachte uns ein Taxi zum Flughafen. Nun standen zwei Flüge bevor. 1. Flug von Chiang Mai nach Bangkok 2. Flug von Bangkok nach Vientiane. Die Flüge sind super verlaufen das Beste war jedoch, dass wir bei beiden Flügen was zu Essen bekamen.  Chicken mit Reis und ein Dessert (Kuchen und Früchte). Mmmh so genießt man das Backpackerleben noch mehr. 

In Vientiane gelandet mussten wir das Visum noch beantragen, was sich für uns garnicht so einfach darstellte. Naja, vielleicht muss man sich auf mehreren Internetseiten informieren, was alles benötigt wird. Den Immigration-Schein hatten wir schon im Flugzeug ausgefüllt. Allerdings wurden wir dann am Schalter beim Flughafen nochmals zurückgeschickt, um ein zweites Formular auszufüllen - immer diese Behördengänge, überall das Selbe. Nun mussten wir wieder anstehen. Dann sahen wir plötzlich, dass jeder ein Passfoto dabei hatte. Wir nicht. Ok, Sie haben dann eine Kopie von unserem Pass gemacht. 3. Schritt: Bezahlung. Überall kann man mit Karte bezahlen, nein bei den Behörden nicht. Somit mussten wir zuerst zum Ausgang zum ATM (Bankomat), um dann wieder zum Visumsbereich zu kommen mussten mindestens 5 Flughafenmitarbeiter geholt und verständigt werden, ob alles in Ordnung ist. Phu endlich! Eine knappe Stunde später hatten wir dann endlich unser Visum in der Hand. 

Ab in die neue Unterkunft. Es war eine 10 minütige Fahrt. Angekommen haben wir eingecheckt. Es handelte sich um eine Jugendherberge. Wir wurden total freundlich empfangen und nach dem Check-in gebeten, die Schuhe beim Eingang auszuziehen und in Regale zu stellen bevor wir ins Zimmer gehen. Bei uns unvorstellbar - hier Gang und Gebe. 
Der Rezeptionist öffnete die Türe zum Zimmer. Ein großes Bett ein kleiner Tisch kaum ein Gang zu laufen. Hinter einer zweiten Türe ein WC, Waschbecken und eine Dusche in der Mitte des Bades ohne Wanne ohne Vorhang oder Türe. Damit das Wasser abrinnt rinnt das Wasser durchs ganze Badezimmer in den Abfluss unter dem Waschbecken. Ganz egal. Duschen und ab ins Bett...HERRLICH!

VIENTIANE:
Am nächsten Tag standen wir auf und staunten beim Frühstücksbuffet nicht schlecht. Kürbiscremesuppe, Chickensuppe, Gemüsereis, eine Art Apfelküchlein, Obst, Kaffee, Tee und Wasser. Für Sabrina gab es natürlich ein Marmeladebrot. Gerade die letzte Marmelade erwischt, was für ein Glück. 
Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging die Entdeckungstour los.
Patuxay:
Der Patuxay ist eine Art Stadttor mit einem kleinen Park rundherum. Man kann innen bis zum höchsten Turm hochlaufen und hat eine wunderschöne Aussicht über Vientiane. Es ist doch jedesmal toll, die Städte von oben zu bewundern. Was wir jedoch nicht wissen, ob das Stadttor oder Wir die größere Attraktion waren. Schon als wir die Treppen hochliefen, blieben Kinder stehen und zeigten mit dem Finger auf Raphaela. Zuerst kannten wir uns garnicht aus. Hat sie irgendetwas an sich? Dann fiel uns ein... wir sind nicht mehr in den typischen Touristengebieten - die blonden Haare. Oben angekommen passierte es dann, ein netter junger Mann in unserem Alter kam zögerlich zu uns und fragte, ob Raphaela ein Foto mit ihm machen kann. Und als wir dann wieder unten waren kamen wir aus unserer Haut auch nicht raus. Wir wissen nicht mehr, wie viele Leute mit uns ein Foto gemacht haben, wahrscheinlich sind wir jetzt auf jedem Fleckchen bekannt. Es zog sich den ganzen Tag rüber hinweg. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass die blonden Haare in nächster Zeit eine Attraktion, Seltenheit und ein Schönheitsmerkmal sind. 

Phra Thatlaung Museum:
Wie wir am Besten zu diesem Museum kommen hatten wir eine junge Dame gefragt, diese erklärte uns den Weg und meinte dann, dass sie den selben Weg hat. Bei einem Mann, hätten wir natürlich abgelehnt. Nach der Frage, was Sie denn für die Fahrt von uns bekommen würde antwortete Sie nur, wenn Sie einmal in Österreich Urlaub macht, sollen wir Sie auch aufgabeln, wenn sie den Weg nicht weiß, was wir auf jeden Fall machen. 
Beim Museum angekommen strahlte uns ein wunderschöner, goldiger Tempel entgegen. Rundherum wieder kleinere Tempel und einer war ganz besonders mit total bunt bemahlten Decken und Wänden. Nach der Besichtigung besuchten wir dann noch den berühmten, großen Buddha, welcher sich ebenfalls an diesem Ort befindet. 

Eigentlich wollten wir noch ein Textilmuseum besuchen, welches Raphaela sehr interessierte, allerdings hatte dieses am Samstag ab 12 Uhr geschlossen. Sehr schade, denn wir sind erst um 14:00 Uhr eingetrudelt. Somit machten wir uns wieder auf den Weg in die Unterkunft. Dort kurz frisch gemacht, besuchten wir die "Seepromenade", ok es ist ein Fluss der vorbeifließt, aber das Ambiente ist total toll, beinahe wie in Bregenz. Direkt nebenan war der Nachtmarkt, welcher täglich von 18:00-23:00 Uhr stattfindet. Fantastisch, denn unsere Unterkunft befindet sich direkt daneben. Anderst als bei den thailändischen Märkten gibt es hier mehr Klamotten, Sportkleidung, Uhren, Sonnenbrillen - total auf Mode bezogen und ja...eher gefälscht. Es war kein aufregender Markt, aber auf jedenfall sehenswert. 
Den ersten Abend in Laos schlossen wir dann mit einem gemütlichen, regionalen Feierabendbierchen (Beerlao) ab. Der erste erfolgreiche Tag in Laos neigt sich dem Ende zu. 

VANG VIENG:
Nach einer 4-stündigen Fahrt mit dem Minivan erreichten wir Vang Vieng. Nachdem wir im Hostel eingecheckt hatten erkundeten wir das Städtchen. Allerdings hatten wir nichts spannendes gefunden und somit fragten wir an der Rezeption nach einem Programm. Vang Vieng ist sehr auf feierwütige Backpacker und abenteuerlichen Tourismus ausgerichtet. 
Somit entschlossen wir uns, uns auf ein Abenteuer einzulassen. 

Am nächsten Tag gings los. Um 07:30 Uhr nach einer fast schlaflosen Nacht (vor unserem Zimmer war ein Wellblech-Dach und es hatte die ganze Nacht geregnet) holte uns ein Tuk Tuk ab. 4 weitere Personen aus unserem Hostel nahmen an dem Programm teil.
1. Stopp: Wasserhöhle:
Zur Wasserschlucht ging es Wort wörtlich durch den Schlamm und Matsch. Zum Glück hatten wir unsere Flip Flops an. 
Dort angekommen bekam jeder von uns einen Reifen zum draufsetzen und los gings. Da Regenzeit herrscht ist der Wasserstand im Moment sehr hoch und wir mussten uns wirklich klein machen um in die Höhle zu kommen. Es war aber ein tolles Erlebnis und richtig abenteuerlich. 
2. Stopp: Lunch:
Nach der Wasserhöhle, gab es Mittagessen. Ein Chickenspieß mit Gemüse, ein Baguette und traditioneller fried Rice mit Gemüse im Bananenblatt.
Als Dessert - Bananen.
3. Stopp: Auf dem Weg zum Tuk Tuk machten wir noch einen Abstecher in die Elefantenhöhle. Diese heißt so, weil am Eingang rechts der Fels aussieht wie ein Elefant. Im Inneren befindet sich ein Altar mit Buddha Statuen.
4. Stopp: Kayaking:
Nachdem uns das Kayak fahren in Thailand so gut gefallen hatte, freuten wir uns nun einen etwas rassanteren Weg einzuschlagen. Wir fuhren dem Mekong entlang. Der Mekong ist der Fluss, welcher durch Laos fließt, unsere Guides erklärten uns das wichtigste, was wir im "wilden Wasser" zu beachten haben und schon gings los. 9 Kilometer lange war unser Weg.In der Hälfte machten wir einen Stopp zur River-Bar. Ja das mit den feierwütigen Backpackern bestätigte sich auch da. Nach der zweiten Etappe waren wir dann auch schon in der Stadt und liefen ins Hotel zurück. Es war total lustig. Es muss so üblich sein, eine Wasserschlacht zu beginnen. Wieder einmal hatten es die Guides auf uns abgesehen. 
Patschnass erreichten wir das Hostel.

LUANG PRABANG:
Von Vang Vieng nach Luang Prabang fuhren wir knapp 6 Stunden mit dem Minivan. Hier machten wir noch einen Abstecher zu einer tollen Aussichtsplattform. Man sah weder Häuser noch Leute noch Straßen. Dschungel, Bäume, Hügel und Berge. 
Wunderschön. In Luang Prabang angekommen und eingecheckt waren wir so müde, dass wir nur noch zu Abend gegessen hatten und dann schlafen gingen. 
Am nächsten Morgen mieteten wir ein Fahrrad im Hostel und fuhren durch die Stadt. Ein kleiner Tempel da, ein kleiner Tempel dort. Toll war es den Mekong entlang zu fahren, hier machten wir auch eine Pause und genossen die Stille und Ruhe am Fluss. 
Auch einen Obst- und Gemüsemarkt hatten wir gefunden. 
Am späteren Nachmittag liefen wir dann noch einen Hügel vor dem Hotel hinauf. Hier befindet sich ebenfalls ein Tempel. Auf dem Weg nach oben waren auch einige Buddhas zu sehen. Das absolute Highlight aber war wieder einmal die Aussicht. Über ganz Luang Prabang und den Mekong. Wir genossen es ein paar Stunden und wurden dann, vom Hunger geplagt wieder, nach unten getrieben. In einem kleinen Restaurant aßen wir dann zu Abend. Der nächste erfolgreiche und erlebnisreiche Tag neigt sich dem Ende zu. 

Pak ou Cave:
Am nächsten Tag hieß es früh raus aus den Federn. Ab in die Regenjacke und raus ins Nasse. Wir wurden vom Tuk Tuk abgeholt und zum Bootsplatz gebracht. Dort angekommen fuhren wir ca. 1,5 Stunden bis zu einer kleinen Stadt in der sich ein Markt mit lauter Schals befand. Wir entdeckten wieder außergewöhnliches. Schnaps mit eingelegter Cobra und Skorpion. Zudem durften wir einen Reiswein, welcher ziemlich süss war und einen 50%igen Whiskey probieren - und das um 10 Uhr morgens. 
Danach ging die Fahrt weiter zur Pak ou Cave. Die Pak Ou Caves bestehen aus zwei Höhlen. Die Tham Ting Cave und Tham Phum Cave, im Inneren der Höhle befinden sich sehr viele Buddhas aus allen Stil- und Zeitepochen in allen möglichen Größen. Sehr beeindruckend mitten drin zu stehen. 
Danach ging die Reise wieder in Richtung Stadt zurück. 

Kuang Si Waterfall:
Vom Minivan abgeholt fuhren wir zum Kuang Si Waterfall, welcher sich außerhalb der Stadt befindet. Dort angekommen sind wir durch den Dschungel, vorbei an einem Bärengehege hochgelaufen zum Wasserfall. Beim Kuang Si Waterfall ist die Besonderheit, dass es ganz viele kleine Wasserfälle auf dem Weg gibt. Es war wunderschön anzusehen. Der Tag jedoch ist aufgrund des Wetters ordentlich ins Wasser gefallen (wort-wörtlich!) und so wurde nicht im, sondern außerhalb des Wasserfalls gebadet. Aufgrund der Regenzeit können wir euch nur Fotos zeigen, bei denen braunes Wasser den Wasserfall herunterfließt. Die Bilderbuchbilder des Wasserfalls außerhalb der Regenzeit müsst ihr selbst googeln.

Wenn wir gerade bei der Regenzeit angekommen sind, so haben wir auch schon das ein oder andere schreckliche Szenarium auf dem Rückweg des Wasserfalls erlebt. Baumstämme auf den Straßen. "Bäche" fließen über die Straße - und die gehören da ganz bestimmt nicht hin. Und ein Bach floss inmitten eines kleinen Dorfes entlang. Die Menschen standen fast bis zu den Knien im Wasser, Mopeds wurden durchgeschoben und unser Fahrer vom Minivan hoffte und bangte, dass wir durch die Pfützen (ok, eigentlich waren es fast schon Seen) kommen. Aber alles gut gegangen und in der Stadt war es dann auch etwas ruhiger. 

Alles in Allem war es ein sehr erlebnisreicher und abenteuerlicher Tag. 

MINIVAN: 
Die Fahrten mit dem Minivan. Ja, liebe Leute, dass ist so eine Sache für sich. Die Fahrten dauern zwischen 4 bis 10 Stunden, manche auch länger, je nachdem wo die Reise hingeht. Es wird jeder Platz bis auf den letzten Milimeter gefüllt und das Gepäck wird entweder auf´s Dach geschnallt, in den Kofferraum gequetscht und wenn dann kein Platz mehr ist in die Zwischengänge des Minivan gestellt. Alles einsteigen und los geht die Fahrt. Über Stock und über Stein über Bergstraßen und Landstraßen. Ja, wenn es sein muss auch über Baumstämme :)... Die Straßen von Laos sind teilweise nicht besonders gut in Schuss und so kann es passieren, dass der Fahrer in ein derartiges Schlagloch fährt, dass sich, vor lauter Holper und Gepolter, die Fahrgäste den Kopf an der Decke stoßen. Hin und wieder wird der Fahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkung erinnert, aber wie auch schon in Thailand hat dies wenig Sinn. Wir sind aber immer sehr gut am Ziel angekommen und es ist ja doch immer wieder sehr amüsant. Wir sind schon auf die nächsten Fahrten sehr gespannt. 

Übrigens wir möchten uns auch einmal bei euch bedanken. Es freut uns sehr, dass ihr unsere Reise verfolgt und uns auch einen Kommentar hinterlässt. So wissen wir, dass sich die Zeit immer wieder lohnt. Natürlich werden wir uns auch in Zukunft bemühen, euch auf dem Laufenden zu halten. 

Bis bald. 
Sabrina und Raphaela
Kommentare: 4
  • #4

    Cindy (Donnerstag, 02 August 2018 22:39)

    Sehr beeindruckende Fotos!! Weiterhin viel spass mädels! LG cindy und Markus

  • #3

    Papi (Donnerstag, 26 Juli 2018 23:04)

    Ja ja meine liebe Raphaela, dann warte ich nur noch auf das Rezept für den Frühlingsrollen Teig. Dann werde ich sofort zu üben beginnen. Natürlich auch das Rezept für die Erdnussbutter Soße. Wir wollen ja auch einmal so lecker essen wie ihr. Wann geht es weiter und wohin?
    So nun wünsche ich euch noch ganz ganz viele Erlebnisse positiver Natur.
    Alles liebe aus Vorarlberg.

  • #2

    Lukas (Mittwoch, 25 Juli 2018 10:58)

    Weiter so :)

  • #1

    Bernhard (Montag, 23 Juli 2018 21:51)

    Gnüssan eure Zitt. Und immer gut Aufpassen und gesund bleiben!!